Wie Pilotra entstanden ist
Der erste Eintrag in der Versionsverwaltung ist vom 4. März 2026. Angefangen hatte ich zwei Wochen vorher, Mitte Februar, mit Herumprobieren. Damals war es das nicht wert, ordentlich gesichert zu werden. Es war ja nur ein Versuch.
Heute stehen dort 557 Änderungen und sieben Module. Dazwischen liegt kein Plan, sondern eine Kette von Sachen, die mir gefehlt haben.
Es fing beim Geld an
Wer die frühesten Einträge liest, findet dort keine Veranstaltungen. Er findet eine Kontenübersicht, ein Karussell für Budgets und wiederkehrende Kosten. Das war das Erste, was mich genug genervt hat, um es selbst zu bauen.
Ich arbeite beim Tourismus-Service Fehmarn als Animateur. Mein Fachgebiet ist Kinderanimation, dazu plane ich Formate wie das Lichtermeer oder Mission: Next Level. Bei sowas laufen Kosten an vielen Stellen gleichzeitig auf, und die Tabelle, in der ich sie geführt habe, wurde mit jedem Jahr unübersichtlicher.
Also habe ich ausprobiert, ob ich mir eine bessere Ansicht bauen kann. Nicht weil ein Abend katastrophal schiefgegangen wäre. Einfach, um zu sehen, ob es geht.
Dann kamen die Leute dazu
Mitte Mai stand die Personalverwaltung daneben. Der Grund war simpel: Die Personalkosten und das Budget gehören zusammen, wurden bei mir aber getrennt gerechnet. Wenn du die Schichten in einer Tabelle planst und die Kosten in einer anderen, tippst du dieselben Zahlen zweimal ab. Beim dritten Mal Abtippen fragst du dich, warum du das tust.
Ab Juni kamen die Veranstaltungen selbst dazu, kurz darauf die Künstler und Anbieter. Ab da war es kein Budgetwerkzeug mehr.
Und irgendwann die Fläche
Anfang Juli kam der Flächenplaner. Der ist entstanden, weil ich Geländepläne bis dahin auf Papier gezeichnet habe. Wo steht die Bühne, wo die Spielstationen, wo läuft der Fußgängerweg entlang, wo darf ein Fahrzeug rein. Wenn sich etwas ändert, zeichnest du neu.
Zwei Wochen später kam der Poster-Generator. Auch hier war der Anlass banal: Die Termindaten liegen bereits in der Software, das Plakat entsteht trotzdem von Hand in einem anderen Programm.
Wer die Reihenfolge anschaut, sieht das Muster. Erst das Geld, dann die Leute, dann die Veranstaltungen drumherum, zuletzt die Fläche, auf der sie stattfinden. Jedes Modul kam, weil vorher etwas fehlte.
Ich programmiere das nicht selbst
An dieser Stelle gehört eine Sache hin, die ich nicht verschweigen will: Ich bin Animateur, kein Entwickler. Ich beschreibe, was ich brauche, eine KI baut es, und ich prüfe und entscheide, was bleibt.
Das ist der Punkt, an dem Leute meistens skeptisch werden. Zu Recht. Software, die niemand versteht, ist gefährlich, besonders wenn Personaldaten darin liegen.
Deshalb steckt inzwischen mehr Prüfung als Bauerei in dem Projekt. Vor jeder Veröffentlichung läuft eine Testreihe, die die Anwendung im Browser durchklickt. Nachts läuft eine Sicherheitsprüfung, die anschlägt, wenn Zugangsdaten im Code landen oder die Datenbank von der abgesicherten Fassung abweicht. Für die Mandantentrennung, also die Regel, dass eine Firma nur ihre eigenen Daten sieht, gibt es eigene Angriffstests. Ich habe gelernt, dass die Prüfung wichtiger ist als die Geschwindigkeit.
Was schiefgegangen ist
Zweimal ist mir die Oberfläche komplett zusammengebrochen. Nicht ein Knopf an der falschen Stelle, sondern nichts ging mehr. Beide Male habe ich mehrere Stunden gebraucht, um sie wieder zusammenzusetzen.
Dazu kamen zwei Fehler, die tiefer saßen. Bei denen hat der erste Anlauf nicht gereicht, auch der zweite nicht. Manchmal führt der direkte Weg nicht ans Ziel und du musst einen Umweg nehmen, um überhaupt anzukommen.
Wo es heute steht
Bislang bin ich der Einzige, der damit arbeitet. Ich plane meine eigenen Veranstaltungen damit, das Lichtermeer liegt darin, Mission: Next Level auch, dazu ein Kinderkonzert und ein Beachflag-Camp.
Das ist kein Produkt mit Kundenliste. Es ist ein Werkzeug, das aus echter Arbeit entstanden ist und das ich selbst benutze. Wenn du in einer Kommune, einem Verein oder einem Tourismusbetrieb sitzt und dieselben Tabellen kennst, kann es sein, dass es für dich genauso passt.
Schau dir an, was drin steckt, oder schreib mir einfach unter rene.moellers@pilotra.de.
Du planst selbst Veranstaltungen und kennst die Tabellen? Sieh dir an, was Pilotra für dich übernehmen kann.